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Entwicklung des Klimaschutzes in Burbach

Klimaschutz und Klimawandel sind globale Themen, von denen alle Menschen betroffen sind. Was aber bedeuten sie ganz konkret für die Bürgerinnen und Bürger in Burbach? Und was kann bzw. muss vor Ort getan werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Gemeinde Burbach intensiv.

Das Leitbild der Gemeinde widmet dem Klimaschutz einen hohen Stellenwert:

„Wir haben erkannt, dass der Klimawandel eine der größten Herausforderungen für die Zukunft ist und dass den Kommunen eine herausragende Rolle bei der Durchführung von Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung zukommt. Wir nehmen die Herausforderung an und machen uns auf den Weg zu einer klimaangepassten 100% Erneuerbaren-Energie-Gemeinde bis 2050. Vorzeitig erreichen wir die gesetzten Klimaschutz- und Klimaanpassungsziele von Bund und Land.

Wir beteiligen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen in der Gemeinde Burbach im Rahmen des lokalen Netzwerkes „Klimaforum Burbach“ an der Entwicklung und Umsetzung des Konzeptes und lassen uns von Experten in einem Klimabeirat begleiten. Dabei bauen und vertrauen wir auf den Einfallsreichtum, die Kreativität und die vielgestaltigen Kompetenzen unserer Bürgerinnen und Bürger.“ (Ratsbeschluss vom 02.12.2008)

Im Bereich der eigenen Liegenschaften geht die Gemeinde Burbach seit Anfang der 90er Jahre als Vorbild voran. So wurden in den letzten Jahren u.a. Photovoltaikanlagen auf Dächern öffentlicher Gebäude installiert und verstärkt regenerative Energien zu Heizzwecken, vor allem in den Schulgebäuden, eingesetzt.

Im Jahre 2008 hat Burbach an dem Landeswettbewerb „Aktion Klimaplus – NRW-Klimakommune der Zukunft“ teilgenommen und dort die Endrunde der letzten fünf erreicht. Während der Endrunde hat Burbach ein so genanntes „Integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungs-Konzept“ (IKKK Burbach) erstellt. Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde haben daran im Rahmen einer Umfrage und durch aktive Mitarbeit im Burbacher Klimaforum mitgewirkt. Es enthält Ziele, Handlungsfelder und Maßnahmenvorschläge, um Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort konkret werden zu lassen. Seit Mitte 2009 werden immer mehr Maßnahmen aus dem IKKK Burbach umgesetzt und das Handlungsprogramm aus dem Konzept ständig aktualisiert.

Das im Rahmen des Wettbewerbs erarbeitete „Integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept Burbach (IKKK Burbach)“ enthält Ziele und Maßnahmen für acht Handlungsfelder:

  • Energieeinsparung und Energieeffizienz
  • energetische & klimawandelangepasste Gebäudesanierung
  • bauliche & energetische Biomassenutzung
  • Nutzung sonstiger regenerativer Energien
  • Stärkung ÖPNV und Nahmobilität
  • klimawandelgerechte & energiebewusste Stadtplanung
  • klimawandelangepasste & nachhaltige Waldbewirtschaftung
  • klimawandelangepasste & energiebewusste Wasserwirtschaft

Das IKKK wurde gefördert durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

2011 bewarb sich die Gemeinde um eine Förderung durch das Bundesumweltministerium im Rahmen des Projekts „Masterplan 100 % Klimaschutz“. Am 7. Mai 2012 konnte Bürgermeister Christoph Ewers die Urkunde - als Projektzusage - aus den Händen des damaligen Bundesumweltministers Norbert Röttgen in Berlin entgegennehmen. Burbach ist damit eine von 19 Modellkommunen bundesweit. Der Masterplan 100 % Klimaschutz zeigt beispielhaft, wie die Energiewende vor Ort gelingen kann. Die Ziele, bis 2050 95 % Treibhausgase und 50 % des Endenergieverbrauchs zum Basisjahr 1990 einzusparen, sollen unter Einbeziehung aller Zielgruppen erreicht werden. 

Bestandteil des Masterplans ist ein umfangreicher Projektportfolioplan, der die erforderlichen Maßnahmen zur Zielerreichung vorgibt. Mit der Umsetzung der Maßnahmen ist in Burbach eine Personalstelle für den Bereich Klimaschutzbetraut. Darüber hinaus unterstützt der "Verein zur Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen e. V." tatkräftig als Gremium der engagierten Burbacher Zivilgesellschaft.